Bewerbungsprozess

Recruiting: Bewerber unzufrieden mit Intransparenz bei Gehaltsfragen

13.09.2019 - Aktuell lassen Arbeitgeber im Hinblick auf das Gehalt erst sehr spät die Katze aus dem Sack - das zeigt eine aktuelle Umfrage, an der 4.145 Bewerber teilgenommen haben. Demnach werden zahlreiche Jobkandidaten aktuell künstlich zu lange im Bewerbungsverfahren festgehalten, obwohl Gehaltswunsch und -angebot nicht zueinander passen. Arbeitgeber verbrennen so unnötige Ressourcen und schädigen ihr Image.

von Susan Rönisch

Im Zuge der New Work-Debatte wird immer wieder die Forderung nach Gehaltstransparenz im Unternehmen erhoben. Einige Unternehmen haben ihre Gehaltsstruktur transparent gemacht - und öffentlich darüber gesprochen.Eine Umfrage von Softgarden   hat untersucht, wie Bewerber dazu stehen: 50,6 Prozent der Befragten finden das gut, 28,9 Prozent schlecht. 20,5 Prozent haben dazu keine Meinung.

Wunsch nach Transparenz im Bewerbungsprozess

Auch im Bewerbungsprozess zeigt sich der Wunsch nach Transparenz: 31,3 Prozent der Bewerber würden gerne schon in der Stellenanzeige über das Gehalt informiert werden. In der Praxis erhalten jedoch nur 9,7 Prozent der Bewerber diese Information zu solch einem frühen Zeitpunkt. Mehr als jeder fünfte Bewerber erfährt aktuell sogar erst nach dem ersten Vorstellungsgespräch, was er verdienen würde. Bei Bewerbern mit Hochschulabschluss ist der Anteil derjenigen, die sich Angaben zum Gehalt schon in der Stellenanzeige wünschen, mit 40,2 Prozent besonders groß.

Informationsgefälle als ungerecht empfunden

39,8 Prozent finden es "nicht in Ordnung", dass Unternehmen einen Gehaltswunsch von den Bewerbern einfordern, obwohl sie selbst nicht in ihren Stellenanzeigen preisgeben, wie viel diese Bewerber verdienen würden. Für Bewerber ist die Nennung des Gehaltswunschs "ins Blaue" mit einseitigen Risiken verbunden: 38,7 Prozent der Bewerber haben sich schon einmal durch einen zu hohen Gehaltswunsch ins "Aus" befördert, 44,3 Prozent der Kandidaten einen zu niedrigen Gehaltswunsch geäußert und im Nachhinein festgestellt, dass für sie mehr "drin" gewesen wäre.

Negative Erlebnisse in Bewerbungsverfahren

Individuelle Bewerberberichte, die in der Umfrage erhoben wurden, zeigen: Arbeitgeber holen Bewerber aktuell selbst dann in den Prozess, wenn das Gehaltsangebot nicht passt. Aber die Verschleierungstaktik geht nicht auf: "Ich habe einmal trotz meines angegebenen Gehaltswunsches den gesamten Recruitingprozess eines Unternehmens durchlaufen und anschließend ein um ca. 25 Prozent geringeres Gehalt angeboten bekommen. Das war sehr ärgerlich, denn den Zeitaufwand hätte man sich beidseitig sparen können", berichtet ein Umfrageteilnehmer.

Ihr Guide im New Marketing Management - ab 6,23 im Monat!

Hat Ihnen diese Beitrag weiter geholfen? Dann holen Sie sich die ONEtoONE-Premium-Mitgliedschaft. Sie unterstützen damit die Arbeit der ONEtoONE-Redaktion. Sie erhalten Zugang zu allen Premium-Leistungen von ONEtoONE, zum Archiv und sechs mal im Jahr schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe.

Mehr zum Thema:
Diskussion:

Vorträge zum Thema:

  • Bild: Christine Freiberger-Huber
    Christine Freiberger-Huber
    (Rohde & Schwarz)
    Bild: Markus Nowatius
    Markus Nowatius
    (Rohde & Schwarz)

    Digitale Transformation im globalen konzernweiten B2B Marketing - von Vision zur Realität!

    Rohde & Schwarz, führend in den Sektoren Test & Measurement, Technology Systems und Networks & Cybersecurity, hat mit einem global und konzernweiten Projekt von 2018 bis 2023 die Marketing Landschaft komplett neu definiert. Durch eine visionäre globale Marketing Automation Strategie wurde das Unternehmen von einem fragmentierten Ansatz zu einem integrierten, kundenzentrierten Modell transformiert. Die Resultate waren deutlich: beschleunigte Reaktionszeiten, einheitliche globale Prozesse und tiefere Kundeninsights. Diese herausragende Leistung wurde 2024 mit dem prestigeträchtigen Deutschen Marketingpreis für Dialogmarketing "Eddi" des DDV in der Kategorie B2B gekrönt, ein Zeugnis für die innovativen Fortschritte. Wir, Markus Nowatius (Direktor Marketing Technolgies und Insights) und Christine Freiberger-Huber (Teamkoordinatorin Marketing Automation) freuen uns unsere Erfahrungen mit Euch teilen zu können! Viel Spass...

    Vortrag im Rahmen der Dialog.Konferenz.24 am 03.09.24, 09:30 Uhr

Anzeige
www.hightext.de

HighText Verlag

Mischenrieder Weg 18
82234 Weßling

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Kooperationspartner des

Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.neuhandeln.de