Datenschutz

41 Prozent der Deutschen würden für den Schutz ihrer Daten zahlen

18.09.2020 - Deutsche Verbraucher kennen den Wert ihrer persönlichen Daten: So ergab eine aktuelle globale Umfrage, dass 41 Prozent der deutschen Verbraucher mehr Geld bei Unternehmen und Händlern ausgeben würden, von denen sie wissen, dass diese die persönlichen Daten ihrer Kunden schützen.

von Joachim Graf

Im Rahmen der Erhebung, für die 2000 deutsche Verbraucher befragt wurden, trauen beinahe die Hälfte (47 Prozent) der Befragten Unternehmen nicht zu, ihre Daten sicher und vertraulich zu behandeln. Im globalen Vergleich steht Deutschland in Sachen Misstrauen auf dem ersten Platz - dicht gefolgt vom Vereinigten Königreich (45 Prozent) und Kanada (40 Prozent). Lediglich sechs Prozent der deutschen Befragten vertrauen Unternehmen in ihren Datenschutz-Kompetenzen - während 13 Prozent einigen Unternehmen mehr vertrauen als anderen.

Die Mehrheit der deutschen Verbraucher (73 Prozent) gibt an, nicht zu wissen, welche beziehungsweise wie viele Unternehmen ihre persönlichen Daten speichern, verwenden oder Zugang zu ihnen haben - einschließlich ihrer EMail-Adressen, Telefonnummern und Bankverbindungen. Dem gegenüber gaben lediglich 44 Prozent der Befragten an, die Gesetze und behördlichen Regulierungen zu kennen, die zum Schutz ihrer Daten eingeführt wurden. Ein weiteres Drittel (32 Prozent) besitzt zumindest ein grundlegendes Verständnis von der rechtlichen Lage hinsichtlich des Datenschutzes. Ein gewisses Interesse darüber, was Unternehmen mit ihren Daten machen, scheint ein Viertel (25 Prozent) der Befragten zu besitzen: Diese würden sich proaktiv mit einem Unternehmen in Verbindung setzen, um zu erfahren, wie dieses mit ihren persönlichen Daten verfährt. Mehr als einer von zehn (12 Prozent) hat dies sogar bereits einmal getan. Die Mehrheit (42 Prozent) plant dies jedoch nicht zu tun, da ihnen die Zeit fehlt, sich mit dieser Thematik eingehend auseinanderzusetzen.

Von Datenschutz-Einstellungen bis zum Abschalten der Geolokalisierung: Beinahe zwei Drittel (63 Prozent) der deutschen Verbraucher meinen zu wissen, wie sie Privatsphäre und die Sicherheit ihrer eigenen Daten in Anwendungen, EMail-Konten oder auf Social Media-Plattformen gewährleisten können. Ein Fünftel hingegen (17 Prozent) geht davon aus, dass Privatsphäre-Standards und Datenschutz im Rahmen von Apps, EMail-Konten und sozialen Medien in der Verantwortung der jeweiligen Anwendungen bzw. der bereitstellenden Unternehmen und Betreiber liegen. Lediglich 13 Prozent der deutschen Verbraucher sind überzeugt davon, dass wir im Zuge des digitalen Fortschritts mittlerweile den Punkt erreicht haben, an dem jedes Unternehmen seinen gesetzlich vorgeschriebenen Verpflichtungen zum Schutz der Kundendaten nachkommt. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Deutschen hingegen sieht dies jedoch noch in ferner Zukunft oder glaubt sogar, dass dies nie eintreten wird.

Für die von OpenText   in Auftrag gegebene Umfrage wurden von April bis Mai 2020 über Google Surveys rund 12.000 Verbraucher aus Deutschland, dem Vereinigtem Königreich, Frankreich, Spanien, Kanada, Australien und Singapur befragt.

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