Keynote: Laura Riesüber mächtige Marken

21.09.2001 - "To build a brand you have to narrow the focus", lautete die eindringliche Botschaft von Keynote-Speaker Laura Ries am DIMA-Dienstag.

Laura Ries, die gemeinsam mit ihrem Vater Al Ries zu den Marken-Gurus der USA zählt, referierte vor einem leider nur spärlich gefüllten Saal eloquent über "The immutable Laws of Branding".
Wie die meisten US-Redner hat auch Ries anhand zahlreicher Praxisbeispiele wie Heineken, IKEA, Starbucks, Nokia oder WalMart ihre Thesen untermauert. Und die lauten: Unternehmen sollten ihre Marken nicht mit zu vielen Attributen versehen, denn, so Ries: "You canŽt be everything to everybody!". Wer seine Marke zu stark überfrachte und etwa exklusiv und günstig zugleich sein wolle, höhle sie aus.
Deshalb habe beispielsweise der Autobauer Chevrolet, der in den USA am meisten Geld in die Werbung investiere, seine Marktführerschaft verloren, es handele sich um eine "burned-out brand", die aufgrund der diversifizierten Markenstrategie geschwächt sei. Gleiches prognostiziert Ries übrigens für die Marke Mercedes-Benz, die mit Modellen wie der A-Klasse oder dem smart ihre Strategie verwässere.
RiesŽ Vortrag, so ein Zuhörer, habe nicht unbedingt Neues zu Tage gefördert. "Eine Bestätigung alter Weisheiten toll vorgetragen", so ein anderer. Bei dieser Keynote saßen übrigens auch DDV-Spitzen wie Prof. Bernd Kracke und Patrick Palombo im Publikum, um die anschließende Diskussion anzukurbeln - eine gute Idee, die auch nach dem Vortrag von Don Peppers gut getan hätte. vh

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