Trust-Monitor

Infografik Trust Monitor: Vertrauen in Marken steigt

24.01.2018 - Marken gewinnen das Vertrauen der Deutschen zurück: Das zeigt der aktuelle "Brand Experience + Trust Monitor 2017" von Sasserath Munzinger Plus und UDG United Digital Group, der repräsentativ 97 nationale und internationale Marken untersucht hat.

von Joachim Graf

Im Brand-Trust-Ranking ganz vorne liegt Miele. Dieser Marke vertrauen 65,6 Prozent der Befragten, gefolgt von dm mit 64,6 Prozent und Nivea mit 62,4 Prozent. Es gelingt diesen drei deutschen Brands nicht nur, ihre Spitzenposition aus dem Vorjahr unverändert zu behaupten, sondern sie verbessern sich noch um mindestens zwei weitere Prozentpunkte.

Um einen Rang auf Platz vier steigt Amazon auf, das sich seit seinem Tiefstand von 50,8 Prozent im Jahr 2015 kontinuierlich nach oben arbeitet und 61,9 Prozent Vertrauen erzielt. Dahinter kommt - drei Positionen höher als im Vorjahr - Bosch mit 61,6 Prozent. Die letzten drei Plätze im Gesamtranking belegen Twitter (18,2 Prozent) Air Berlin (16,4) und die Bild Zeitung (11,6). Das größte Vertrauensplus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen Microsoft (+14,9 Prozentpunkte), Burger King (+14,8) und Google (+14,2). Deutlich an Trust verlieren hingegen Air Berlin (-9,0) und L'Oréal (-5,7).

Während das Vertrauen einen wichtigen Indikator für die Stärke einer Marke darstellt, deckt die Analyse der Brand Experience auf, wie die Deutschen eine Marke über alle Touchpoints hinweg online und offline erleben. Als Kennzahl für die Brand Experience, die auch im Minus sein kann, gilt die Differenz zwischen der Prozentzahl der Befragten mit positiven Erfahrungen und der mit negativen Erfahrungen.

Bei der Brand Experience kann dm die Topplatzierung aus dem Jahr 2016 halten und belegt mit 63,6 Prozentpunkten Rang eins. Auf Position zwei folgt - einen Platz gestiegen - Amazon mit 63,3 Prozentpunkten, auf drei PayPal mit 57,3 Prozentpunkten Der 2017 zum ersten Mal bewertete Zahlungsdienstleister schafft, woran viele (ebenfalls digitale) Anbieter von Finanzservices scheitern: die Bedenken der Deutschen in Bezug auf ihre Daten auszuräumen, ein positives Markenerleben zu kreieren und sich dadurch großes Vertrauen zu erarbeiten. Schlusslichter in puncto Experience-Qualität sind Air Berlin (-34,8 Prozentpunkte), Bild-Zeitung (-19,5) und VW (-1,7).

Auffallend ist das gute Abschneiden der Lebensmittelhändler: Unter den zehn Marken mit der besten Brand Experience befinden sich mit Aldi auf Platz vier (54,4 Prozentpunkte), Rewe auf fünf (54,3), Lidl auf sechs (53,5) und Edeka auf zehn (49,3) gleich vier Vertreter dieser Branche.

Warnsignal: Brand Experience sinkt



Da sich das Erleben sofort in der Beurteilung der Brand Experience niederschlägt, Vertrauen jedoch langfristig gebildet wird, muss es als Warnsignal gelten, wenn sich die Brand Experience im Vorjahresvergleich verschlechtert. Und dies ist 2017 der Fall: Im Durchschnitt aller abgefragten Marken sinkt sie sogar um fünf auf 27 Prozentpunkte. Unter den Top 15 der Brand Experience können im Vergleich zu 2016 nur fünf Marken das Erleben verbessern: Samsung (+14,9 Prozentpunkte), Microsoft (+10,1), Lidl (+1,6), Aldi (+1,5) und Amazon (+1,5). Alle anderen verbuchen zum Teil herbe Verluste.

Die deutschlandrepräsentative Online-Befragung wurde bereits zum zehnten Mal durchgeführt

Ihr Guide im New Marketing Management - ab 6,23 im Monat!

Hat Ihnen diese Beitrag weiter geholfen? Dann holen Sie sich die ONEtoONE-Premium-Mitgliedschaft. Sie unterstützen damit die Arbeit der ONEtoONE-Redaktion. Sie erhalten Zugang zu allen Premium-Leistungen von ONEtoONE, zum Archiv und sechs mal im Jahr schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe.

Diskussion:

Vorträge zum Thema:

  • Bild: Benedikt Merl
    Benedikt Merl
    (Creativestyle)

    Agentic Commerce: Realität, Hype und was Händler jetzt tun müssen

    Agentic Commerce ist das E-Commerce-Buzzword 2026. Während Händler um ihren Stellenwert bangen und Agenturen ihre Geschäftsmodelle hinterfragen, stellt sich die entscheidende Frage: Wo endet der Hype und wo beginnt die reale Wertschöpfung?
    Dieser Vortrag beleuchtet, welche Applikationen, in denen KI-Agenten autonom Kaufentscheidungen treffen, bereits heute funktionieren. Wir blicken hinter die Kulissen der direkten KI-Interaktion im kommerziellen Kontext. Vor allem erhältst du einen konkreten Fahrplan: Erfahre, welche technischen und strategischen Anpassungen notwendig sind, um deine E-Commerce-Plattform "Agentic Ready" zu machen und im neuen Ökosystem wettbewerbsfähig zu bleiben.
    Im Anschluss beantwortet Benedikt deine Fragen live im Chat.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 20.10.26, 13:00 Uhr

www.hightext.de

HighText Verlag

Mischenrieder Weg 18
82234 Weßling

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Kooperationspartner des

Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.neuhandeln.de