DSGVO

Trotz Bekanntheit bleiben Zweifel bei der Umsetzung der DSGVO

24.01.2018 - Die aktuelle Händlerbund-Studie zeigt, dass die Inhalte der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zwar mittlerweile bekannt sind; bei dem Großteil der Händler herrscht jedoch noch immer Unsicherheit in puncto der Umsetzung.

von Susanne C. Steiger

Aus der aktuellen Studie des Händlerbund zur DSGVO geht hervor, dass sich 61 Prozent der befragten Shopbetreiber "eher nicht" oder "gar nicht" auf die DSGVO vorbereitet fühlen. Die Zahl der "Experten" hat sich auf 11 Prozent verdoppelt. Noch immer geben vier Prozent der Online-Händler an, nie zuvor von der neuen DSGVO gehört zu haben. Immerhin ist der Anteil der "Ahnungslosen" im Vergleich zu August um 27 Prozent gefallen.

Bewusstsein für Strafbarkeit steigt

Mit dem zunehmenden Wissen um die Inhalte DSGVO steigt bei den Befragten die Kritik an der Verordnung. Während sich im August 2017 nur 26 Prozent eher gegen die DSGVO aussprachen, teilen nun mit 42 Prozent doppelt so viele Händler diese Meinung. Ob sinnvoll oder nicht - bei Verstößen drohen harte Strafen von bis zu 20 Millionen Euro. Dieser Tatsache sind sich vier Monate vor der Umsetzung die Mehrzahl der Händler bewusst (55 Prozent). Inhaltlich wird das Thema Kundendaten als eines der relevantesten eingeschätzt. Im Vergleich zu August 2017 hat sich der Wert um sechs Punkte auf 80 Prozent erhöht. Auch der Datenschutzbeauftragte, die Auftragsdatenverwaltung und die Weitergabe von Daten haben für die Befragten an Bedeutung gewonnen.

Die Komplexität der DSGVO bedeutet laut Händlerbund vor allem für kleinere und mittlere Händler großen inhaltlichen Aufwand. Die Regelungen auch in der Praxis umzusetzen, sei eine zusätzliche Herausforderung. Am Stichtag, dem 25. Mai 2018, müssen sämtliche Neuerungen der Datenschutzgrundverordnung zwingend von allen Unternehmen umgesetzt sein. An zwei Befragungen im August und Dezember 2017 beteiligten sich im Schnitt rund 300 Händler.

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