27.02.2018 - Durchschnittlich um 4,5 Prozent erhöht Hermes die Versandpreise für gewerbliche Nutzer. Im Weihnachtsgeschäft 2018 wird erstmals ein "Peak-Zuschlag" fällig werden.
von Susanne C. Steiger
Für Händler wird der Versand mittels Hermes teurer: Mit Wirkung zum 1. März passt der Dienstleister die Versandpreise um durchschnittlich 4,5 Prozent für geschäftliche Auftraggeber an. Zudem soll im Weihnachtsgeschäft (November und Dezember) ein zusätzlicher Peak-Zuschlag pro Sendung eingeführt werden. Die Mehreinnahmen will das Unternehmen in "Lohn- und Personalkosten auf der Letzten Meile" investieren, hieß es in einer Mitteilung.
Zur Begründung führte Hermes an, dass es durch die bundesweit steigenden Versandmengen zunehmend schwieriger werde, ausreichend Mitarbeiter zu finden. "Das hängt einerseits mit der allgemeinen demographischen Entwicklung in Deutschland zusammen. Andererseits aber muss auch der Job des Zustellers finanziell attraktiver werden, damit mögliche Engpässe gar nicht erst entstehen. Dafür bedarf es auskömmlicher Versandpreise. Die jetzige Preisrunde ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung", rechtfertigt Thomas Horst in Expertenprofilen nachschlagen , Geschäftsführer Sales, die Erhöhung.
Ausgenommen ist der Privatpaketversand. Ein privat versendetes Päckchen innerhalb Deutschlands kann auch weiterhin schon für 3,89 Euro bundesweit mit Hermes verschickt werden. Zugleich verbessert das Unternehmen seinen Service: Bis 2020 soll die Zahl der Paketshops in Deutschland von 15.000 auf 20.000 Annahmestellen erhöht werden. Die Zustellung von Sendungen ins Büro wird seit Anfang 2018 durch eine neue Kooperation mit dem Logistik-Start-up Pakadoo vereinfacht. Zudem haben Privatkunden die Möglichkeit, über die Option "Wunschzustellung" unmittelbaren Einfluss auf den Versandweg ihrer Sendung zu nehmen.
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