Resilienz

Unternehmensresilienz: VDI mit Krisen-Kompass

17.06.2025 - Der VDI hat eine umfassende Studie zur Unternehmensresilienz veröffentlicht. Diese führt als Ergebnis erstmals 130 Methoden zusammen, mit denen Onlinehändler und Marken aus verschiedenen Branchen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Störereignissen stärken können.

von Sebastian Halm

Die Studie wurde von der VDI Technologiezentrum GmbH in enger Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt der VDI-Gesellschaft Materials Engineering (VDI-GME) und der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (VDI-GPL) erstellt. Die VDI-Studie   zeigt 130 Wege zur Resilienz für Unternehmen auf (Bildquelle: skynesher via Gettyimages)

Ereignisse wie die Corona-Pandemie, geopolitische Konflikte, Energieengpässe und gestörte Lieferkette zeigen: Unternehmen in Deutschland und Europa stehen vor der Herausforderung, sich in einer zunehmend unsicheren und komplexen Welt resilient aufzustellen. Der Rückzug oder die Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland greift zu kurz ? es braucht strukturierte Strategien zur Stärkung der unternehmerischen Widerstandskraft. ?In diesen zunehmend unsicher werdenden Zeiten zeigt unsere Studie zur Unternehmensresilienz alle notwendigen Werkzeuge wie Rahmenmodelle, Leitfäden und Checklisten sowie über 130 Best-Practice-Beispiele, damit vor allem kleinere und mittlere Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen ihre eigenen Konzepte zur notwendigen Robustheit und Transformationsfähigkeit erarbeiten können?, erklärt Professor Doktor Christian Hopmann , Vorsitzender der VDI-GME.

Systematischer Überblick

Zentrales Ergebnis der Studie ist das ?VDI-Kompendium zur Unternehmensresilienz?. Dieses beinhaltet einen umfassenden Kompass mit Ansätzen und Methoden, die systematisch zusammengeführt wurden. Diese Handlungshilfen sind unter anderem nach Branche, Lösungsansatz (Ressourceneffizienz, Diversifizierung, Digitalisierung) und Art der Hilfestellung (Leitfaden, Norm, Checkliste) kategorisiert ? und damit unmittelbar anwendbar.

Empfohlene Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz:
  1. Steigerung der Ressourceneffizienz
  2. Aufbau alternativer Beschaffungs- und Absatzwege
  3. Bildung von Pufferbeständen und Reserven
  4. Optimierung von Arbeitsorganisation und Prozessen
  5. Einsatz von Digitalisierung und Automatisierung

Darüber hinaus bietet die Studie praxisnahe Rahmenmodelle sowie wissenschaftlich fundierte Ansätze für resiliente Wertschöpfung.

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