Peak Season

Black Friday 2025: Mehrheit plant Einkäufe, Budget fällt kleiner aus

17.10.2025 - Trotz anhaltender Konsumzurückhaltung bleibt der Black Friday für viele VerbraucherInnen in Deutschland relevant. 65 Prozent der Deutschen plant am am diesjährigen Black Friday teilzunehmen. Gleichzeitig sinkt das eingeplante Budget. Über die Hälfte äußern Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Rabatte und fürchten Betrug im Netz.

von Susan Rönisch

Eine aktuelle Umfrage der Preisvergleichsplattform idealo   zeigt, dass rund zwei Drittel der befragten VerbraucherInnen planen, am Black Friday einzukaufen. Das sind nur minimal weniger als im Vorjahr (2024: 67 Prozent). Dafür sinkt das durchschnittlich veranschlagte Budget von 317 Euro (2024) um sieben Prozent auf 298 Euro. Unter denjenigen, die weniger Budget einplanen, begründet die Mehrheit (44 Prozent) ihre Entscheidung mit dem Versuch, insgesamt bewusster konsumieren zu wollen. Auch finanzielle Einschränkungen (37 Prozent) werden als Ursache angeführt.

Skepsis gegenüber Rabatten wächst

Obwohl der Black Friday von 57 Prozent der Befragten als bestes Verkaufsevent in puncto Auswahl und Preis-Leistungs-Verhältnis angesehen wird, zeigt die Umfrage eine wachsende Skepsis:
  • 47 Prozent halten die angebotenen Produkte für häufige Ladenhüter (2024: 43 Prozent).
  • 69 Prozent vermuten, dass Händler die Preise vorab künstlich erhöhen, um die Rabatte später größer erscheinen zu lassen.
  • 63 Prozent sehen ein erhöhtes Risiko durch betrügerische Angebote. Tatsächlich gaben 30 Prozent an, bereits auf unseriöse Shops hereingefallen zu sein.

Vorbereitung spielt zentrale Rolle

Die Mehrheit der VerbraucherInnen plant laut Umfrage den Black Friday mittlerweile gezielt:
    81 Prozent legen im Voraus fest, welche Produkte sie kaufen wollen und wie hoch ihr Budget ist.
  • 85 Prozent vergleichen Preise verschiedener Händler, um das beste Angebot zu finden.
  • 91 Prozent starten die Schnäppchenjagd online, bevorzugt über Marktplätze (66 Prozent), Suchmaschinen (43 Prozent) oder Preisvergleichsseiten (35 Prozent).
  • Auch KI-gestützte Shoppingassistenten gewinnen an Bedeutung (14 Prozent).

Elektronik bleibt beliebteste Kategorie

Am stärksten nachgefragt sind erneut Elektronikartikel (84 Prozent), gefolgt von Bekleidung (78 Prozent) und Hobby- und Freizeitbedarf (76 Prozent). Dabei setzen VerbraucherInnen zunehmend auf Markenprodukte (55 Prozent) und achten auf die Herkunft der Waren: 62 Prozent bevorzugen "Made in Europe".

Florian Kriegel, Preisexperte bei idealo, fasst zusammen: "Trotz verhaltener Konsumlaune bleibt der Black Friday fest im Einkaufskalender der Deutschen verankert. Sie schätzen ihn vor allem als Gelegenheit, ohnehin benötigte Produkte günstiger zu kaufen. Gleichzeitig sehen wir, dass Budgets schrumpfen, die Leute bewusster konsumieren und Angebote genauer unter die Lupe nehmen."

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