Marketing

Umsatzeinbußen wegen mangelnder Datenkompetenz

22.10.2021 - Acht von zehn Einzelhandelsunternehmen haben Schwierigkeiten, aus der zunehmenden Datenflut einen Mehrwert für ihr Unternehmen zu schaffen.

von Susan Rönisch

Die zunehmende Digitalisierung produziert eine immer größere Datenflut, die noch deutlich ansteigen wird. Einen beträchtlichen Anteil daran haben die digitalen Interaktionen im Online-Handel, aber auch die zunehmend digitalisierte Welt im Ladengeschäft. Vom Surfen nach interessanten Angeboten, über Online-Bestellungen, Click & Collect und digitale Systeme für Lagerhaltung und Sicherheit im stationären Handel bis hin zum Bezahlvorgang oder dem Retouren-Management per QR-Code - die dabei gesammelten Echtzeit-Daten sind für Unternehmen äußerst wertvoll.

Ihren wahren Mehrwert entfalten diese Daten aber nur für jene Unternehmen, die es schaffen, Echtzeit-Daten und historische Daten zu verbinden. Der Grund: Aus der Verknüpfung dieser Daten in Echtzeit lassen sich schnelle, dedizierte Geschäftsentscheidungen treffen und damit Marktvorteile sichern.

Um zu verstehen, wie Unternehmen auf diese Herausforderungen reagieren, hat Hazelcast eine globale Studie   unter Business- und IT-Entscheidern in Einzelhandels- und Finanzdienstleistungsunternehmen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse für den Einzelhandelssektor im Überblick:

  • Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Einzelhandelsunternehmen haben in den letzten 12 Monaten einen deutlichen oder sehr deutlichen Anstieg der Daten aus Anfragen und Interaktionen von Kunden verzeichnet.
  • Lediglich 21 Prozent der Einzelhandelsunternehmen gaben an, keine Schwierigkeiten bei der Verknüpfung von Echtzeitdaten mit historischen Daten zu haben.
  • Für 79 Prozent der Einzelhandelsunternehmen ist es demnach eine Herausforderung, die Datenflut zugunsten von besseren Erkenntnissen für ihre Kundenansprache zu nutzen.
  • 62 Prozent der befragten Einzelhändler gaben an, dass die größten Nachfragespitzen bei den Verbrauchern durch jährliche Aktionstage wie Black Friday ausgelöst werden. 52 Prozent der Einzelhändler sind der Meinung, dass die größten Nachfragespitzen durch soziale Medien und virale Memes ausgelöst wurden. Betrachtet man die Gesamtheit aller befragten deutschen Unternehmen (Einzelhandel + Finanzdienstleistung) gestaltet sich hierzulande die Situation etwas anders: Im Schnitt sind nur 44 Prozent der Meinung, dass soziale Medien und virale Memes die größten Nachfragespitzen generieren (in den USA 54 Prozent und UK 51 Prozent). 51 Prozent aller global befragten Einzelhandelsunternehmen sind zudem der Meinung, dass Ferienzeiten der größte Nachfragetreiber waren.
  • Nahezu vier von fünf Einzelhändlern (78 Prozent) planen, in den nächsten sechs bis 12 Monaten verstärkt in In-Memory-Technologien zu investieren, die ihnen durch die Verknüpfung von Echtzeitdaten mit historischen Daten dabei hilft, einen Mehrwert aus ihren Daten zu ziehen. Ebenfalls 78 Prozent wollen sich auf Stream Processing konzentrieren

Globale Studienergebnisse aus der Gesamtbefragung Einzelhandel + Finanzen
  • Die Studie zeigt, dass 8 von 10 (79 Prozent ) Unternehmen Schwierigkeiten haben, Echtzeitdaten zu nutzen und sie mit historischen Daten zu kombinieren. Interessant: Während 80 Prozent der US-amerikanischen und sogar 88 Prozent der britischen Befragten hierin eine Herausforderung sehen, schneiden die Deutschen mit 73 Prozent im internationalen Vergleich besser ab.
  • Die Umfrage ergab auch, dass die Befragten im Durchschnitt erwarten, dass die spezifische Nutzung relevanter Kundendaten zum Zeitpunkt der Interaktion die Konversionsraten um fast 45 Prozent steigern würde. (Deutschland 46 Prozent, USA 47 Prozent, Großbritannien 41 Prozent).
  • Sieben von zehn Unternehmen (70 Prozent) gaben an, dass sie ihre Fähigkeit zum Abschluss von Verkäufen und Sonderangeboten verbessern könnten, wenn sie zum Zeitpunkt der Interaktion mit mehr relevanten Kundeninformationen ausgestattet wären.

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