Studie

Fünf kuriose Fakten zum Online-Shopping an Weihnachten

17.12.2018 - Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Deloitte präferieren 67 Prozent der deutschen Verbraucher beim Weihnachtseinkauf das Internet. Bei der Möglichkeit zur Mehrfachnennung liegt es in diesem Jahr damit nur knapp hinter dem traditionellen Ladengeschäft mit 68 Prozent. Klarna hat das Online-Einkaufsverhalten seiner 30 Millionen Kunden in Deutschland rund um die Weihnachtszeit untersucht und fünf Fakten dazu zusammengetragen.

von Susanne C. Steiger

1. Shopping Sunday: Sonntags wird am liebsten geshoppt.


Besonders gerne wird an den Sonntagen vor Weihnachten online eingekauft. 12,5 Prozent der Bestellungen im Dezember gehen an den Sonntagen vor Heiligabend ein. Viele Deutsche scheinen am liebsten gemütlich zum Ausklang des Wochenendes die Online-Shops zu durchstöbern. Bei den Superschnäppchen sollten Online-Shopper vielleicht lieber schon unter der Woche auf den Kaufen-Button klicken, um einen Ausverkauf zu vermeiden. Die Anzahl der Bestellungen liegt dabei jedoch weit unter den Bestellungen an Black Friday, wo 125 Prozent mehr Bestellungen eingehen als am umsatzstärksten Tag im Dezember. Damit verschiebt sich das Weihnachtsgeschäft immer weiter nach vorne.

2. Prunk und Glitzer: Nicht nur am Weihnachtsbaum gern gesehen.


Im Vergleich zum Rest des Jahres kaufen Online-Shopper zu Weihnachten vor allem Bekleidung, Schmuck und Accessoires ein. 63,6 Prozent aller Einkäufe im Dezember gehen auf diese Kategorie zurück. An zweiter Stelle stehen Sport- und Freizeitartikel mit 21 Prozent. Die meisten denken allem Anschein nach schon an die Zeit nach all den süßen Verlockungen auf Weihnachtsmärkten sowie Festtagstischen und wollen ihren Liebsten oder sich selbst bei den guten Vorsätzen zum Beginn des neuen Jahres unterstützen.

3. Statt besinnlichem Beisammensein: Weihnachtszeit ist Shopping-Zeit.


Auch wenn an Heiligabend die wenigsten Bestellungen im Dezember eingehen, haben einige an Weihnachten noch nicht genug vom Shoppen. Statt gemütlich mit der Familie beim Gänsebraten am Esstisch zu sitzen, klicken sich viele Shopper am Smartphone oder Computer durch die Angebote im Internet. Vergangenes Jahr wurden an Heiligabend fast drei Einkäufe pro Sekunde abgeschlossen, am ersten Weihnachtsfeiertag waren es etwa vier Einkäufe pro Sekunde und am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es über fünf Einkäufe je Sekunde.

4. Ausgeglichen: Männer kaufen online fast genauso häufig ein wie Frauen.


Wer sagt, dass nur Frauen gerne online shoppen, liegt falsch: 44 Prozent der Einkäufe im Dezember werden von Männern getätigt. Das ist nicht viel weniger als der Anteil der Frauen, auf die 56 Prozent der Einkäufe fallen. Auch an den Feiertagen halten sich Männer und Frauen die Waage.

5. Böse Überraschungen: Fast die Hälfte der Online-Einkäufe wird retourniert.


Dass bei Weihnachtsgeschenken auch einmal daneben gegriffen wird, machen die Retouren-Zahlen deutlich. Die Woche nach Weihnachten werden 41,3 Prozent der Einkäufe retourniert, in der ersten Januarwoche sind es 36,4 Prozent. Mit 78,9 Prozent schicken Frauen dabei deutlich mehr Waren zurück als Männer (21,1 Prozent). Generell gilt: Je älter die Konsumenten sind, desto weniger retournieren sie in der Weihnachtszeit. Mit einem Kauf auf Rechnung können Online-Shopper Rücksendungen besonders leicht verwalten - und zahlen nur, wenn das Geschenk auch wirklich gefällt und behalten wird.

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Vorträge zum Thema:

  • Bild: Leon Eichner
    Leon Eichner
    (EHI Retail Institute)

    Wenn der Agent mitentscheidet - Warum Vertrauen zum Erfolgsfaktor im Agentic Commerce wird

    Agentic Commerce verändert, wie Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet und getroffen werden. Neben Menschen übernehmen zunehmend KI-Agenten die Produktsuche, den Vergleich von Angeboten und Teile des Kaufprozesses.Die aktuelle EHI-Studie zu Agentic Commerce zeigt, dass 86,1 Prozent der befragten Handelsunternehmen es für wahrscheinlich halten, dass KI-Agenten künftig Kaufentscheidungen ihrer Kundschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird der Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz als eine zentrale Herausforderung beschrieben.Der Vortrag zeigt, was diese Entwicklung für Online-Shops bedeutet: Welche Informationen müssen aktuell, konsistent und maschinenlesbar vorliegen? Welche Rolle spielen Transparenz, verlässliche Produkt- und Serviceinformationen, Bewertungen und weitere nachvollziehbare Vertrauenssignale?Am Beispiel des EHI-Siegels wird erläutert, wie Online-Shops Seriosität, geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale sowie Kundenorientierung sichtbar machen können. Dabei geht es nicht nur um die menschliche Wahrnehmung: In einer zunehmend agentischen Customer Journey wird entscheidend, ob relevante Informationen über einen Shop eindeutig, verlässlich und nachvollziehbar vorliegen. So entsteht die Grundlage dafür, dass ein Angebot von KI-Agenten nicht nur gefunden, sondern auch als relevant und vertrauenswürdig eingeordnet werden kann.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 21.10.26, 09:00 Uhr

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