E-Commerce

Handel treibt Digitalisierung 2021 weiter voran

08.12.2020 - Viele Einzelhändler haben aus den Folgen der Corona-Pandemie ihre Lehren gezogen und wollen in den nächsten Monaten mehr in die Digitalisierung ihrer Geschäftsabläufe investieren.

von Frauke Schobelt

Das stationäre Ladengeschäft ist weiterhin der meistgenutzte Vertriebskanal des Einzelhandels, doch in den nächsten Monaten wollen viele Händler verstärkt in den Ausbau digitaler Vertriebswege investieren. Laut der Studie 'Der Handel im Jahr 2021: Lehren und Folgen aus der Corona-Pandemie für den deutschen Einzelhandel'   von ibi Research hält der digitale Wandel auch in anderen Geschäftsabläufen immer mehr Einzug. An der Befragung des Digital Commerce Research Networks (DCRN) beteiligten sich 200 Händler.

Die Studie eruiert, welche Lehren Handelsunternehmen aus dem ersten Lockdown im Frühjahr gezogen haben. Verbesserungspotenzial sehen die Händler vor allem bei Social-Media-Aktivitäten und digitaler Sichtbarkeit. "Nicht für jeden Händler ist Online-Vertrieb die richtige Lösung", sagt Nils Deichner , Handelsexperte bei ibi Research und Mitautor der Studie. "Die Krise macht aber klar, dass der Handel die Digitalisierung nicht vernachlässigen darf, um auch weiterhin geschäftsfähig bleiben zu können."

Stationärer Handel erwartet 2021 Umsatzrückgang

Mehr als die Hälfte der stationären Händler plant in den kommenden zwölf Monaten mit sinkenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. 45 Prozent der Online-Händler gehen dagegen von steigenden Umsätzen aus. Bei den Multikanal-Händlern lässt sich dagegen keine eindeutige Tendenz erkennen: Jeweils rund 30 Prozent der Befragten rechnet mit steigendem beziehungsweise gleichbleibendem oder sinkendem Umsatz.

Fast ein Drittel der Befragten plant zukünftig neue Vertriebswege zu etablieren - unabhängig davon, ob bereits heute mehrere Kanäle genutzt werden. Besonders reine Online-Händler gehen in diesem Zusammenhang von einem steigenden Mitarbeiterbedarf und einer Vergrößerung des Sortiments aus.

Mehr Investitionen in die IT-Infrastruktur und Marketing

58 Prozent der Händler wollen im kommenden Jahr in ihre IT-Infrastruktur und -Ausstattung sowie in das Marketing investieren. Aufgrund der Ungewissheit über die zukünftige Entwicklung tätigen 22 Prozent der befragten stationäre Unternehmen keine Investitionen oder rechnen mit Kurzarbeit, 16 Prozent befürchten eine Insolvenz.


Fazit: Digitalisierung für viele Händler unumgänglich

Um den Schaden, der durch die Corona-Pandemie entstanden ist, zu verringern, scheint die Digitalisierung für viele Händler unumgänglich zu sein, so das Fazit der Studienautoren. Doch oft stießen die Unternehmen dabei auf Hürden wie Kosten-und Zeitaufwand oder eine fehlende Strategie. Ein weiteres Learning aus dem Corona-Jahr: Viele Unternehmen haben erfahren, dass in Krisenzeiten auf ihre Mitarbeiter zählen können.

Ihr Guide im New Marketing Management - ab 6,23 im Monat!

Hat Ihnen diese Beitrag weiter geholfen? Dann holen Sie sich die ONEtoONE-Premium-Mitgliedschaft. Sie unterstützen damit die Arbeit der ONEtoONE-Redaktion. Sie erhalten Zugang zu allen Premium-Leistungen von ONEtoONE, zum Archiv und sechs mal im Jahr schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe.

Mehr zum Thema:
Diskussion:

Vorträge zum Thema:

  • Bild: Michael Böhle
    Michael Böhle
    (Emrich Business Consulting)

    Handel neu vernetzt: Vom eigenen Server in die Cloud - mit Kasse, Shop und Dokumenten

    Viele Handelsunternehmen arbeiten noch mit einer Warenwirtschaft auf dem eigenen Server - häufig ergänzt durch getrennte Lösungen für Kasse, Onlineshop und Dokumentenablage. Diese gewachsene Struktur erschwert neue Verkaufskanäle, verursacht doppelte Eingaben und liefert wichtige Informationen oft zu spät. Der Vortrag zeigt, wie der Wechsel von einer On-Premises-Lösung in die Cloud genutzt werden kann, um den Handel grundlegend neu zu vernetzen. Anhand eines vollständigen Verkaufsprozesses erklären wir, wie Microsoft Dynamics 365 Business Central, Kassensystem, Shopsysteme und digitales Dokumentenmanagement zusammenspielen: vom Verkauf über Zahlung, Lagerbestand und Versand bis zur automatischen Ablage des Belegs. Die Teilnehmenden erfahren, wie sich der Umstieg vorbereiten lässt, welche Prozesse zuerst vereinheitlicht werden sollten und wie die Transformation schrittweise gelingt, ohne das laufende Geschäft auszubremsen.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 20.10.26, 14:30 Uhr

Anzeige
www.hightext.de

HighText Verlag

Mischenrieder Weg 18
82234 Weßling

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Kooperationspartner des

Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.neuhandeln.de