10.09.2026 - Künstliche Intelligenz verändert die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agenturen grundlegend. Laut einem neuen Whitepaper des GWA wollen viele Marketingverantwortliche künftig mehr Leistungen intern erbringen. Gleichzeitig sehen Agenturen ihre Rolle zunehmend in strategischer Beratung, Integration und Governance.
von Dominik Grollmann
Der GWA Gesamtverband führender Kommunikationsagenturen
stellt in seinem neuen KI-Whitepaper fest, dass 80 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen künftig mehr Leistungen inhouse erbringen wollen. Gleichzeitig rechnen nur acht Prozent der Unternehmen mit einer schrumpfenden Rolle von Agenturen.
Grundlage des rund 120 Seiten starken Whitepapers
sind zwei Befragungen: Gemeinsam mit dem Handelsblatt Research Institute
befragte der GWA 170 CEOs und CMOs zum KI-Einsatz im Marketing. Ergänzend wurden 78 GeschäftsführerInnen von GWA-Mitgliedsagenturen sowie rund ein Dutzend ExpertInnen interviewt.
Besonders häufig sollen künftig Research und Marktforschung (52 Prozent), Kreation (50 Prozent) sowie die Produktion von Werbemitteln (44 Prozent) stärker intern erfolgen. Als wichtigste Vorteile von KI nennen die Unternehmen Effizienzgewinne (61 Prozent), höhere Effektivität (54 Prozent) und Kostenreduktionen (49 Prozent). Gleichzeitig haben bislang nur zehn Prozent KI fest in ihren Prozessen verankert, weitere 45 Prozent setzen sie regelmäßig in einzelnen Bereichen ein.
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