Human Ressources

Vier von zehn Unternehmen setzen ausschließlich auf digitale Bewerbungen

11.02.2022 - Vom Vorstellungsgespräch bis zur Vertragsunterschrift: Fast alle Unternehmen ermöglichen Online-Bewerbungen, einige Unternehmen haben die Bewerbungsprozesse sogar vollständig digitalisiert.

von Dominik Grollmann

Der Einsatz digitaler Technologien im Bewerbungsverfahren ist ein Standardverfahren geworden. Mittlerweile ermöglicht es jedes Unternehmen in Deutschland Job-Interessenten, sich online auf Stellen zu bewerben. Vier von zehn Unternehmen (42 Prozent) setzen sogar ausschließlich auf digitale Bewerbungsunterlagen. Bei den übrigen 58 Prozent ist es zumindest teilweise der Fall. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 850 Unternehmen in Deutschland durch den Branchenverband Bitkom   .

Einige Unternehmen haben sogar den kompletten Einstellungsprozess von der Bewerbung bis zur Vertragsunterschrift digitalisiert: Jedes sechste Unternehmen (16 Prozent) führt Bewerbungsgespräche ausschließlich per Videokonferenz durch. 63 Prozent machen das teilweise. Jedes elfte Unternehmen (9 Prozent) setzt exklusiv auf digitale Assessment-Center oder Online-Testverfahren, 44 Prozent teilweise. Drei Prozent lassen Arbeitsverträge ausschließlich per digitaler Signatur unterzeichnen, weitere 26 Prozent machen das teilweise. Auch digitales Probearbeiten ist bei einigen Unternehmen an der Tagesordnung, ein Prozent ermöglichen dies sogar ausschließlich und weitere 18 Prozent teilweise.

"Digitale Bewerbungsverfahren sind effizienter, weniger zeitaufwändig und kostengünstiger als klassische Bewerbungsmappen und Vorstellungsgespräche in Präsenz. Außerdem verbraucht ein digitaler Bewerbungsprozess weniger Umweltressourcen. In der Pandemie haben sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diese Vorteile schätzen gelernt", sagt Bernhard Rohleder , Hauptgeschäftsführer des Bitkom. "Digitale Technologien sind für 80 Prozent der Menschen in Deutschland ein fester Bestandteil ihres Alltags. Sie setzen selbstverständlich voraus, dass sie von künftigen Arbeitgebern in ihrer digitalen Lebenswelt abgeholt werden und anschließend möglichst auch mobil arbeiten können."

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