Retail Media

Edeka-Werbeinventar erstmals zentral buchbar

26.03.2026 - Inovisco bündelt gemeinsam mit Partnern zentrale In-Store-Werbeflächen im Edeka-Verbund zu einem einheitlich buchbaren Netzwerk. Über die sogenannte Retail Media Alliance erhalten Werbetreibende Zugriff auf verschiedene Touchpoints im stationären Handel über einen zentralen Buchungsweg.

von Sebastian Halm

Beteiligt sind neben Inovisco   auch Viewento   (Verve Retail Media) sowie Emsu   . Die Vermarktung erfolgt über Inovisco als zentralen Ansprechpartner, wodurch bislang fragmentierte Buchungsprozesse im stationären Handel gebündelt werden sollen.

Das Netzwerk umfasst laut Unternehmen mehr als 3.300 Standorte mit über 5.000 Screens, darunter rund 4.000 Displays im Umfeld von Edeka   . Damit entsteht nach eigenen Angaben eines der größten In-Store-Retail-Media-Angebote im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die Retail Media Alliance deckt verschiedene Kontaktpunkte im Markt ab: digitale Stelen im Eingangsbereich, Screens am Regal, Kassen-TV sowie Couponing-Lösungen. Ziel ist es, KundInnen vom Betreten des Geschäfts bis zum Kaufabschluss anzusprechen.

Reichweite und Wirkung als Verkaufsargument

Für Händler und Marken bedeutet das eine durchgängige Kampagnenplanung im stationären Umfeld. Maßnahmen können entlang der Phasen Aufmerksamkeit, Kaufentscheidung und Abschluss gesteuert und kombiniert werden. Auch die Erfolgsmessung soll über Couponing direkt am Point of Sale erfolgen. Die Buchung erfolgt entweder klassisch oder programmatisch über bestehende Systeme. BestandskundInnen von Inovisco erhalten automatisch Zugriff auf das erweiterte Inventar, während NeukundInnen das gesamte Netzwerk über einen zentralen Zugang nutzen können.

Nach Unternehmensangaben erreicht das Netzwerk eine Wochenreichweite von mehr als 46 Millionen Bruttokontakten. Einzelne Formate wie digitale Eingangsstelen sollen hohe Sichtbarkeitswerte erzielen und eine stärkere Markenerinnerung als klassische Plakatwerbung bieten. Für Händler eröffnet das Modell zusätzliche Erlöspotenziale im stationären Geschäft, da Verkaufsflächen stärker monetarisiert werden können. Gleichzeitig steigt die Relevanz datenbasierter Mediaplanung im Laden, die bislang vor allem aus dem Onlinehandel bekannt war.

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    Till Göhre
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    Online recherchiert, dann im Store gekauft - Kunden sind längst omnichannel unterwegs. Doch die klassischen Retail Media Metriken drehen sich weiterhin um Klicks und Onlineshop-Performance, stationäre Käufe nach Entscheidung im Onlinestore tauchen in der Kampagnenmessung häufig gar nicht erst auf. Dabei sind sie mittlerweile ein wesentlicher Teil der Wirkung von Retail Media. Wie können omnichannel-Daten diese unsichtbare Conversion messbar machen und zum echten Business-Treiber werden? Gerade bei komplexen Kaufentscheidungen wie im Consumer-Electronics-Bereich entscheidet nicht die Reichweite, sondern die Fähigkeit, den Weg vom ersten Kontakt bis zum Kaufabschluss datenbasiert nachzuvollziehen. So wird Retail Media vom Werbekanal zur Commerce-Infrastruktur - und der wahre Wert einer Kampagne erst sichtbar.

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