Zukunftsoffensive

Tamaris investiert 100 Millionen Euro in Marken- und Nachfrageprogramm

Cathleen Burghardt (Tamaris) und Jens Beining (Wortmann Schuh-Holding KG) präsentieren die über 100-Millionen-Euro-Zukunftsoffensive der Marke zur Stärkung des Handels. (Bild: Tamaris)
Cathleen Burghardt (Tamaris) und Jens Beining (Wortmann Schuh-Holding KG) präsentieren die über 100-Millionen-Euro-Zukunftsoffensive der Marke zur Stärkung des Handels.

02.12.2025 - Der Schuhhersteller Tamaris hat die größte Marken- und Handelsoffensive seiner Unternehmensgeschichte angekündigt. Insgesamt investiert das Unternehmen über 100 Millionen Euro, um Markenbekanntheit, Nachfrage und Begehrlichkeit deutlich auszubauen - mit dem klaren Ziel, Frequenz und Umsatz im stationären Handel zu stärken.

von Susan Rönisch

Laut Tamaris   fließen die Mittel in eine Reihe strategischer Maßnahmen, die den Fachhandel direkt unterstützen sollen. Im Zentrum stehen bessere Ertragschancen, höhere Abverkaufsquoten sowie ein verstärktes Marken- und Nachfrageprogramm.

Fokus auf Marge und Abverkauf

Für die kommende Herbst-/Wintersaison 2026 kündigt Tamaris erneut eine Verbesserung der Handelsspanne an. Gleichzeitig sollen Maßnahmen zur Erhöhung der Abverkaufsquoten greifen.

"Marge ist wichtig, aber genauso wichtig ist, dass Ware sich schneller dreht", sagt Jens Beining, geschäftsführender Gesellschafter der Wortmann Schuh-Holding KG   und CEO von Tamaris. Die bisherigen Maßnahmen wirkten bereits positiv, man wolle jedoch "noch mehr für den Handel tun" und Nachfrage schaffen, die direkt in den Geschäften ankomme.

Fünf Schwerpunkte der Offensive


1. Markenerlebnis als Absatzmotor
Tamaris kombiniert reichweitenstarke Kampagnen, digitale Touchpoints und regional ausgesteuerte Maßnahmen, um Konsumentinnen gezielt in die stationären Verkaufsstellen zu lenken. Ziel sei nicht nur Sichtbarkeit, sondern ein direkt messbarer Mehrwert für den Handel, so Marketingchefin Cathleen Burghardt.

2. Konsumentinnen zurück in die Läden holen
2026 startet Tamaris ein eigenes Treueprogramm, das personalisierte Kommunikation und Angebote ermöglichen soll. Damit will die Marke Wiederkaufraten und Ladenfrequenz erhöhen.

3. Neue Zielgruppen durch TMRS MEN
Mit der Sub-Brand TMRS MEN by Tamaris adressiert das Unternehmen erstmals auch männliche Käufersegmente. Die Erweiterung soll Flächenproduktivität steigern und zusätzliche Cross-Selling-Potenziale schaffen - ohne die Kernzielgruppe der Frauen zu vernachlässigen.

4. Internationale Expansion
Der Ausbau zentraler europäischer Märkte und der weltweiten Präsenz soll die globale Markenstrahlkraft stärken und dadurch auch die Attraktivität am Point-of-Sale erhöhen.

5. Markenmomente als Frequenztreiber
Großkooperationen wie die Partnerschaft mit der Helene Fischer 360°-Stadion-Tour 2026 sollen Tamaris bei Millionen Konsumentinnen sichtbar machen. Kampagnen, POS-Aktivierungen und Gewinnspiele sollen diese Aufmerksamkeit in konkrete Besuchsanlässe übersetzen.

Deutliches Signal an den Fachhandel

Die Zukunftsoffensive versteht Tamaris als langfristiges Bekenntnis zum stationären Handel. Verbessere Handelsspannen, höhere Nachfrageimpulse und eine starke Markenführung sollen künftig eng verzahnt zusammenwirken. Damit will das Unternehmen die Partner im Tagesgeschäft direkt entlasten und gleichzeitig die gemeinsame Wertschöpfung sichern.

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