24.09.2025 - Eine aktuelle Untersuchung unter mehr als 150 ECommerce-Marketingverantwortlichen aus Großbritannien, Deutschland, Spanien und Polen zeigt: Marketingtechnologien genießen großes Vertrauen, werden jedoch nicht in vollem Umfang eingesetzt. Nahezu alle Befragten (99 Prozent) gaben an, Funktionen ihrer eingesetzten Tools ungenutzt zu lassen.
von Susan Rönisch
Die Mehrheit (62 Prozent) nutzt nach eigenen Angaben lediglich 50 bis 75 Prozent der verfügbaren Features. Als Gründe nannten die Marketer fehlende Zeit, begrenzte Kapazitäten sowie mangelndes Fachwissen im Umgang mit komplexen Systemen. 17 Prozent der Teilnehmenden sehen vor allem Defizite bei den Bedienfähigkeiten ihrer Teams. Das sind die zentralen Ergebnisse der MarTech-Studie von SALESmanago
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Trotz dieser Nutzungslücken glauben 92 Prozent weiterhin an die Leistungsfähigkeit von MarTech-Lösungen. Allerdings zeigt die Studie auch Unsicherheiten beim Return on Investment (ROI): Zwar prüfen fast alle Befragten (96 Prozent) die Ergebnisse ihrer Technologien, doch 40 Prozent bewerten die ROI-Ermittlung als schwierig. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) sieht bislang keinen klaren finanziellen Nutzen.
Ein weiteres Ergebnis betrifft die Rolle von Künstlicher Intelligenz. Der Einsatz ist bislang gering: Nur 13 Prozent der Marketer setzen KI konkret zur Entlastung im Arbeitsalltag ein. Gleichzeitig blickt die Branche nach vorn: Rund die Hälfte der Befragten plant, in den Jahren 2025 und 2026 zusätzliche KI-Funktionen einzuführen. Sechs von zehn Befragten gehen davon aus, dass mehr KI-Investitionen ihre Teams unterstützen würden. Neben KI wünschen sich 53 Prozent mehr allgemeine MarTech-Budgets, 38 Prozent zusätzlichen Personalausbau.
Die Ergebnisse verdeutlichen eine zentrale Herausforderung: Während MarTech in vielen Unternehmen als strategisch relevant gilt, hemmen Zeitdruck, fehlende Ressourcen und Kompetenzdefizite die tatsächliche Nutzung. Für Digitalagenturen und Dienstleister eröffnet sich damit ein Handlungsfeld - von praxisnahen Schulungsangeboten über gezieltes Onboarding bis hin zur Integration von KI-Funktionalitäten.
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