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DHL nimmt Preiserhöhung für Privatkundenpakete und -päckchen zurück

05.02.2020 - DHL wird die seit dem 1. Januar 2020 geltenden Preisanpassungen für Privatkunden zum 1. Mai 2020 rückgängig machen. Dies geschehe, "um eine langwierige rechtliche Auseinandersetzung mit der Bundesnetzagentur zu vermeiden und rasch Klarheit für die Kunden über die Päckchen- und Paketentgelte zu schaffen", so der Konzern.

von Christina Rose

DHL hatte die Päckchen- und Paketpreise für Privatkunden am 1. Januar 2020 nach drei Jahren Preisstabilität im Durchschnitt um drei Prozent erhöht. Begründet hatte das der Konzern mit "deutlichen Kostensteigerungen im Personal- und Transportbereich und umfangreiche Investitionen in Qualitäts- und Serviceverbesserungen". Bereits im Herbst 2019 hatte das Unternehmen die Bundesnetzagentur über die geplanten Preiserhöhungen informiert und deren Vereinbarkeit mit den entgeltregulatorischen Vorgaben des Postgesetzes detailliert nachgewiesen.

Die Bundesnetzagentur   vertritt jedoch die Auffassung, dass die neuen Paketpreise überhöht sind. Die Behörde hat deshalb am 28. Januar 2020 ein Verfahren der nachträglichen Entgeltüberprüfung gegen DHL eingeleitet. Im Eröffnungsbeschluss vertritt die Bundesnetzagentur die Auffassung, dass die Preisanpassungen zum 1. Januar 2020 zu deutlich höheren Einnahmen führen würden als von DHL eingeschätzt. Diese Bewertung teile der Konzern zwar nicht, wird nach eigenen Aussagen "jedoch angesichts eines ansonsten zu erwartenden langwierigen Rechtsstreits mit ungewissem Ausgang die Anpassungen zurücknehmen".

Eine Rücknahme der Preiserhöhungen sei aufgrund der nun notwendigen Anpassungen der IT-Systeme und der Kundeninformationen, die in den mehr als 24.000 Annahmestellen physisch vorgehalten werden müssen, erst zum 1. Mai 2020 möglich. Bis dahin behalten die aktuellen Preise ihre volle Gültigkeit. Ab dem 1. Mai 2020 gelten dann wieder die Filial- und Online-Preise für Privatkunden, wie sie bis zum 31. Dezember 2019 Bestand hatten.

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