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Braun Büffel 2025/26: Wachstum, Digitalstrategie und neue Zielgruppen

14.01.2026 - Die Traditionsmarke Braun Büffel schließt das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Umsatzplus von 15,9 Prozent ab. Wachstumstreiber waren insbesondere die erweiterte Damentaschen-Kollektion sowie der Ausbau der Direktvertriebskanäle, allen voran der Online-Shop. Auch der Fachhandel profitierte: Trotz eines stagnierenden deutschen Lederwarenmarktes (+2?Prozent 2024) konnte Braun Büffel neue Partner gewinnen und bestehende Kooperationen festigen.

von Susan Rönisch

Für das Jahr 2026 plant Braun Büffel   eine Konsolidierungsphase mit moderatem Wachstum, wobei die Internationalisierung des Direct-to-Consumer-Geschäfts und die Vertiefung der Handelspartnerschaften im Vordergrund stehen. Eine klare Produkt- und Designstrategie, die Integration eines neuen ERP-Systems sowie KI-gestützte Content-Produktion sollen die Marke langfristig stärken.

Fachhandel stabil, Online wächst stark

Der Fachhandel trug 62 Prozent zum Gesamtumsatz bei und verzeichnete ein Umsatzplus von 8 Prozent, während der Direktvertrieb inzwischen 38 Prozent ausmacht. Der Online-Shop wuchs um 30 Prozent, getrieben durch einen Relaunch im Sommer 2024 und gezielte D2C-Maßnahmen. Auch die eigenen Stores steigerten ihren Umsatz um 10,5 Prozent.

"Wir wollen den Fachhandel weiter einbinden und ihn stärken", sagt Geschäftsführerin Christiane Brunk. "Die Digitalstrategie ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung, um die Markensichtbarkeit zu steigern und neue Produktkategorien zu testen. Im Online-Shop gibt es daher auch Produkte, die stationär nicht erhältlich sind. So erreichen wir eine jüngere, digitale Zielgruppe und stärken zugleich den Fachhandel."

Portfolio und Kollaborationen

Das Sortiment wurde 2025 um Reiseartikel, Herren-Casual, Schmuckkästchen und Geschenkverpackungen erweitert. Highlights waren die "Made in Germany"-Damenkollektion Karoline und die Herrenkollektion Finn, die jüngere Zielgruppen ansprechen. Kooperationen, etwa mit SK Gaming, eröffneten neue Kundensegmente im Gaming-Bereich. "Solche Kooperationen sind strategisch wichtig", sagt Artur Wagner, Digitalchef bei Braun Büffel. "Qualität und Authentizität müssen dabei aber erkennbar bleiben. Alle Aktionen trugen zur Markenstärkung bei."

Digitalisierung und Nachhaltigkeit

2026 wird das neue ERP-System vollständig integriert, zudem soll ein B2B-Portal für Handelspartner starten. Braun Büffel verfolgt das Konzept "Slow Luxury": hochwertige, langlebige Produkte mit Reparaturservice, die Nachhaltigkeit und Qualität verbinden.

Das Unternehmen plant, D2C international weiter auszubauen - unter Wahrung der Balance zum Fachhandel. Mit Messeauftritten, Netzwerkarbeit und politischem Engagement will Braun Büffel auch künftig Sichtbarkeit und Markenrelevanz sichern.

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