Social Shopping

Studie: Soziale Medien bestimmen was wir kaufen - und wie wir es kaufen

14.08.2024 - Eine Studie zeigt, wie Facebook, Instagram und Tiktok unsere Kaufentscheidungen beeinflussen und bestimmen, welche Produkte wir entdecken und kaufen.

von Joachim Graf

Mit dem Wachstum der sozialen Medien, die von vielen nahezu ständig genutzt werden, haben Handelsunternehmen und Marken Social-Media-Marketing zu einem wichtigen Teil ihrer Strategie gemacht. Eine Studie von Medallia Market Research   befragte US-Verbraucher zu ihrem letzten Produktkauf und zog Vergleiche zwischen denjenigen, die zuerst über soziale Medien von dem Produkt erfahren hatten, und denjenigen, die dies nicht taten. Die Kernergebnisse, die sich durchaus auch auf Deutschland übertragen lassen:

  • Social Media überholt TV und Radio: Soziale Medien sind jetzt der wichtigste Kanal, über den Konsumenten Werbung wahrnehmen. 28 Prozent der Befragten sehen die meisten Produktwerbungen auf Plattformen wie Instagram, TikTok und Facebook ? mehr als in jedem anderen Medium.

  • Influencer als Kaufkatalysatoren: Influencer-Marketing ist auf dem Vormarsch. Ein Drittel der Befragten gab an, dass sie ihr zuletzt gekauftes Produkt durch ein Video oder einen Post eines Influencers entdeckt haben.

  • Balance zwischen Werbung und Kundenerlebnis: Trotz der Tatsache, dass über 60 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass es zu viele Anzeigen in sozialen Medien gibt, haben ebenso viele eine neue Marke über diese Kanäle entdeckt. Es ist nach wie vor eine Herausforderung für Marken, die richtige Balance zu finden, um das Kundenerlebnis nicht zu beeinträchtigen.

  • Gen Z liebt Tiktok ? und kauft dort auch: Besonders spannend für Marken: Gen Z entdeckt Produkte besonders häufig über Tiktok   , und die Plattform spielt eine Schlüsselrolle bei der Produktentdeckung, obwohl sie weniger genutzt wird als andere soziale Netzwerke.

  • Positive Kauferfahrungen: Über 80 Prozent der Befragten, die ein Produkt über soziale Medien entdeckt haben, beschrieben den Kaufprozess als reibungslos und einfach. Fast drei Viertel der Befragten würden erneut bei der gleichen Marke kaufen.

  • Steigende Nutzung sozialer Kanäle für den Kundenservice: Fast 40 Prozent der Kundschaft, insbesondere Gen Z, nutzen soziale Medien, um mit dem Kundenservice in Kontakt zu treten ? ein deutlicher Anstieg, der zeigt, wie wichtig soziale Kanäle in der gesamten Customer Journey geworden sind.

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  • Bild: Leon Eichner
    Leon Eichner
    (EHI Retail Institute)

    Wenn der Agent mitentscheidet - Warum Vertrauen zum Erfolgsfaktor im Agentic Commerce wird

    Agentic Commerce verändert, wie Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet und getroffen werden. Neben Menschen übernehmen zunehmend KI-Agenten die Produktsuche, den Vergleich von Angeboten und Teile des Kaufprozesses.Die aktuelle EHI-Studie zu Agentic Commerce zeigt, dass 86,1 Prozent der befragten Handelsunternehmen es für wahrscheinlich halten, dass KI-Agenten künftig Kaufentscheidungen ihrer Kundschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird der Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz als eine zentrale Herausforderung beschrieben.Der Vortrag zeigt, was diese Entwicklung für Online-Shops bedeutet: Welche Informationen müssen aktuell, konsistent und maschinenlesbar vorliegen? Welche Rolle spielen Transparenz, verlässliche Produkt- und Serviceinformationen, Bewertungen und weitere nachvollziehbare Vertrauenssignale?Am Beispiel des EHI-Siegels wird erläutert, wie Online-Shops Seriosität, geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale sowie Kundenorientierung sichtbar machen können. Dabei geht es nicht nur um die menschliche Wahrnehmung: In einer zunehmend agentischen Customer Journey wird entscheidend, ob relevante Informationen über einen Shop eindeutig, verlässlich und nachvollziehbar vorliegen. So entsteht die Grundlage dafür, dass ein Angebot von KI-Agenten nicht nur gefunden, sondern auch als relevant und vertrauenswürdig eingeordnet werden kann.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 21.10.26, 09:00 Uhr

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