Bild: Grollmann (erstellt mit ChatGPT)
Zu diesem Ergebnis kommt der "2026 Commerce & AI Trend Report
" der Criteo. Die Studie basiert auf Befragungen von über 6.000 Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Japan und Südkorea.
KI als Assistent, nicht als Entscheider
Dem Bericht zufolge nutzen bereits 47 Prozent der Befragten KI-Tools für den Produktvergleich, 39 Prozent für die Produktsuche und 38 Prozent für Schnäppchensuche. Nur 8 Prozent setzen die Technologie jedoch ein, um tatsächlich eine Bestellung aufzugeben. Marktplätze bleiben mit 36 Prozent der bevorzugte Ausgangspunkt für die Shopping Journey, gefolgt von Suchmaschinen (28 Prozent), Händler-Websites und Apps (15 Prozent) sowie KI-Assistenten (14 Prozent).
"KI wird als ergänzender Kanal genutzt, ersetzt aber nicht die Kaufentscheidung der Kunden", erklärt Corinna Hohenleitner. Für Händler bedeutet dies: Sichtbarkeit in KI-gestützten Empfehlungen kann Aufmerksamkeit erzeugen, der finale Kauf hängt aber weiterhin von Vertrauen, Marke und etablierten Händlern ab.
Produktsuche wird zur Lösungssuche
Die Studie zeigt einen Wandel in der Art der Produktsuche: Natürliche Sprache und Bildsuche gewinnen an Bedeutung. 44 Prozent der Befragten fühlen sich mit Bildsuche wohl, 26 Prozent mit Sprachsuche. Über die Hälfte (52 Prozent) würde einen KI-gestützten Styling-Assistenten für Outfits nutzen. Damit verschiebt sich Commerce von der rein produktbezogenen Suche hin zu ergebnisorientierten Lösungen - etwa Anfragen wie "Hilf mir, mein Wohnzimmer für unter 600 Euro neu zu gestalten".
Wunsch nach Vielfalt und Vertrauen
Interessant ist, dass Shopper neben personalisierten Empfehlungen auch überraschende Vorschläge schätzen: 46 Prozent bevorzugen eine Mischung aus personalisierten und unerwarteten Empfehlungen, während nur 16 Prozent ausschließlich stark personalisierte Feeds wollen. Zugleich messen 75 Prozent eine klare Markenidentität als wichtig ein, was zeigt, dass Markenstärke in der KI-gestützten Shopping-Welt weiterhin entscheidend bleibt.
Datenschutz bleibt relevant (46 Prozent), wichtiger ist für Konsumenten jedoch das Vertrauen: 52 Prozent achten darauf, vor gefälschten oder manipulierten Inhalten geschützt zu werden. Nur 6 Prozent machen sich überhaupt keine Sorgen. Für Händler ergeben sich daraus Chancen: Über transparente Empfehlungen, zuverlässige Lieferung und guten Kundenservice lassen sich Kaufabschlüsse trotz KI-gestützter Entscheidungsprozesse sichern.