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JD Williams: Reduzierung der Warenkorbabbrüche

05.10.2020 - Die durchschnittliche Rate von Online- Kaufabbrüchen liegt in Großbritannien laut einer Analyse des Baymard-Instituts bei etwa 69 Prozent. Britischen Händlern gingen dadurch jährlich bis zu eine Milliarde Pfund verloren.

von Frauke Schobelt

Die Herausforderung: Die N Brown Group   , einer der führenden Online-Modehändler Großbritanniens, will für ihre Warenhausmarke JD Williams   die Zahl der Warenkorbabbrüche reduzieren, um die Erlöse im E-Commerce zu erhöhen.

Bisher schickte die Marke zwei Follow-up-E-Mails an Warenkorbabbrecher, auch gezielte Bannerwerbung sollte sie zum Kaufabschluss motivieren. Während die E-Mails eine durchschnittliche Leistung erbrachten, dämpfte der zunehmende Einsatz von Adblockern die Effekte des digitalen Retargetings. JD Williams wollte daher testen, ob physische Postsendungen einen höheren Durchsatz erzielen als E-Mail- oder Bannerwerbung.

Vorgehen: Mit dem Programmatic-Printing-Startup Paperplanes   wurde aufgesetzt:

  • Eine Kontrollgruppe, in der Warenkorbabbrecher keine Folgemitteilungen erhielten
  • eine Gruppe, in der die Kunden die bestehenden zwei Follow-up-E-Mails erhielten
  • eine Gruppe, in der Kunden sowohl Follow-up-E-Mails als auch Direktwerbung erhielten

Die personalisierte Direktwerbung zeigte ein Echtzeitbild des Artikels im Korb des Kunden - ähnlich wie bei den E-Mails. Die verfügbaren digitalen Bilder wurden von der Druckerei für Print entsprechend verbessert. Kontaktdaten (Adressangaben, Bildmaterial und Produktdetails) wurden täglich elektronisch an die Druckerei geschickt. Diese konnte die einzelnen Mailings dann innerhalb von 24 Stunden drucken, veredeln und an den Kunden versenden.

Ergebnisse: Die Responseraten wuchsen generell um sechs Prozent.
Die durchschnittliche Einkaufswert stieg insgesamt um acht Prozent.
Warenkorbabbrüche konnten um 14 Prozent reduziert werden.

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