E-Commerce

Laut gegen Nazis erwirbt Markenrechte an ultrarechten T-Shirt-Codes

Laut gegen Nazis hat schon zahlreiche Aktion gegen Rechts unternommen, darunter obere, um Streaming-Dienste auf das Thema Nazilieder aufmerksam zu machen (Bild: Laut gegen Nazis)
Laut gegen Nazis hat schon zahlreiche Aktion gegen Rechts unternommen, darunter obere, um Streaming-Dienste auf das Thema Nazilieder aufmerksam zu machen

12.10.2023 - Um das Geschäft mit Neonazi-Bekleidung zu stören, hat der Verein gerade das Markenrecht an "VTRLND" erworben. Weitere Slogans dieser Art sollen folgen.

von Christian Gehl

Baby-Strampler mit "I love Htlr"-Aufdruck, "VTRLND"-Pullis oder "HKNKRZ"-T-Shirts: alles zu kaufen in Online-Shops der rechten Szene. Um solche Geschäfte zu stören, hat der MAX-Award-Gewinner, der Verein Laut gegen Nazis   , der auch den Anti-Hass-Bot H.A.N.S.   auf WhatsApp aufgesetzt hat, das Markenrecht an "VTRLND" erworben. Weitere Aktivitäten dieser Art sollen folgen. Laut gegen Nazis will über Abmahnungen das Geschäft mit solchen Produkten stören. Die ersten sind bereits verschickt worden.

Die Idee dazu stammt von der Werbeagentur Jung von Matt   . Bei vielen Neonazi-Märschen sind T-Shirts und Pullover mit solchen Aufdrucken zu sehen, was laut Jörn Menge von Laut gegen Nazis die Gefahr berge, dass die Begriffe auf Umwegen wieder gesellschaftsfähig werden. Das Weglassen von Vokalen bei Eigennamen wurde zuerst in der Digitalbranche eingesetzt und setzte sich schnell als Trend für Namen von neuen Produkten und Geschäften aller Art durch.

Laut Anwalt Niklas Plutte können die Markenrechte an Szene-Codes dann gesichert werden, wenn sie eindeutig von anderen unterscheidbar sind. Der Besitz daran ermögliche es dem Inhaber, eine anderweitige, unerlaubte Nutzung fünf Jahre lang abzumahnen.

Ihr Guide im New Marketing Management - ab 6,23 im Monat!

Hat Ihnen diese Beitrag weiter geholfen? Dann holen Sie sich die ONEtoONE-Premium-Mitgliedschaft. Sie unterstützen damit die Arbeit der ONEtoONE-Redaktion. Sie erhalten Zugang zu allen Premium-Leistungen von ONEtoONE, zum Archiv und sechs mal im Jahr schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe.

Mehr zum Thema:
Diskussion:

Vorträge zum Thema:

  • Bild: ECOMMERCE ONE Group
    Dr. Alexander Brunst
    (Makaira - ECOMMERCE ONE Group)

    Gegen die Marktplätze bestehen: Der neue Standard für Produktfindung im eigenen Shop

    Marktplätze wachsen schneller als klassische Onlineshops - laut bevh-Zahlen für Q2 2026 legten sie um 6,4 % zu, während klassische Onlineshops nur 3,8 % erreichten.
    Der Grund liegt selten im Preis, sondern in der Auffindbarkeit: saubere Produktattribute, funktionierende Filter, sauberes Variantenhandling und kuratiertes Ranking. Marktplätze haben damit den Standard gesetzt, an dem heute jeder Shop gemessen wird - unabhängig davon, ob er dort verkauft oder nicht.
    Die gute Nachricht: Dieser Standard lässt sich im eigenen Shop herstellen. Es ist keine Plattformfrage, sondern Produktdaten- und Merchandising-Arbeit. Der Vortrag zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie Händler die Discovery-Qualität von Marktplätzen im eigenen System erreichen - und was das für Umsatz und Kundenbindung bedeutet.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 20.10.26, 10:30 Uhr

www.hightext.de

HighText Verlag

Mischenrieder Weg 18
82234 Weßling

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Kooperationspartner des

Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.neuhandeln.de