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Studie: Mehrheit der Verbraucher lehnt Tracking-Werbung ab

29.01.2026 - Viele Nutzer empfinden Onlinewerbung als störend und wünschen sich mehr Kontrolle über Werbeinhalte, sagt eine Studie.

von Dominik Grollmann

54 Prozent der VerbraucherInnen in Deutschland lehnen Tracking-basierte Onlinewerbung ab, wie eine aktuelle Studie von Welect   in Zusammenarbeit mit YouGov   zeigt. Die repräsentative Befragung verdeutlicht, dass digitale Werbung häufig als störend wahrgenommen wird und NutzerInnen sich mehr Einfluss auf die Auswahl von Werbeinhalten wünschen, teilt das Unternehmen mit.

Onlinewerbung wird von vielen Befragten als belastend empfunden. Mehr als die Hälfte gibt an, Werbung häufig oder sehr häufig als irrelevant, aufdringlich oder übergriffig wahrzunehmen. Zudem sagen 44 Prozent der TeilnehmerInnen, dass Onlinewerbung ihr Surferlebnis stark oder sehr stark beeinträchtigt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die hohe Wiederholungsfrequenz identischer Werbeinhalte. 62 Prozent der Befragten erleben mehrmals pro Woche oder häufiger dieselbe Werbung, ein Drittel sogar täglich oder mehrmals täglich. Diese Wiederholungen verstärken laut Studie die negative Wahrnehmung digitaler Werbeformate.

Tracking-Werbung stößt generationenübergreifend auf Ablehnung

Parallel dazu fühlen sich viele NutzerInnen machtlos gegenüber der Werbeauswahl. 49 Prozent geben an, kaum oder gar keine Kontrolle über die ihnen ausgespielte Onlinewerbung zu haben. Lediglich 21 Prozent empfinden einen hohen Grad an Kontrolle. Mit zunehmendem Alter steigt dieses Gefühl des Kontrollverlusts deutlich an.

Die Zustimmung zu Tracking-basierter Werbung fällt insgesamt gering aus. Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung bei älteren Zielgruppen: Während bei der Generation Z und den Millennials etwas mehr als vier von zehn Befragten Tracking ablehnen, steigt der Anteil bei der Generation X und den Babyboomern deutlich an.

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass alternative Werbeformen auf mehr Akzeptanz stoßen. Mehr als die Hälfte der Befragten akzeptiert Werbung eher, wenn sie erst nach aktiver Zustimmung ausgespielt wird. Zudem steigt bei freiwillig ausgewählten Werbespots sowohl die Aufmerksamkeit als auch das Vertrauen in die beworbene Marke.

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