Schweizer holen sich deutsche Unterstützung

22.10.2007 - Die Schweizerische Post verstärkt ihr Dialogmarketing-Engagement in Deutschland. Sie kauft über ihre Tochter GHP das Beratungshaus Client Vela.

Vom Einstieg der Schweizerischen Post verspricht sich Client-Vela-Chef Jan Boluminski ein noch schnelleres Wachstum sowohl in Deutschland als auch in Polen, Österreich und der Schweiz. "Wir haben 2006 knapp zehn Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet", sagt Boluminski. "Das sind etwa 100 Prozent mehr als 2004." Client Vela beschäftigt gut 60 Mitarbeiter und soll als Marke erhalten bleiben. Auch die Geschäftsführung wird nicht ausgewechselt. Boluminski wird 2008 allerdings ein zweiter Geschäftsführer zur Seite gestellt. Das Münchner Unternehmen ist auf CRM- und Dialogmarketing-Beratung spezialisiert.

Die Schweizerische Post begründet den Zukauf mit Wachstumspotenzialen auf internationalem Terrain. "Durch gezieltes Wachstum in den postnahen Bereichen stellen wir uns nachhaltig intelligent auf", so Frank Marthaler, Mitglied der Konzernleitung der Schweizerischen Post. "So können wir unsere Kunden noch gezielter entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Dialogmarketing begleiten." Die Position der Schweizerischen Post werde durch den Kundenmanagementexperten Client Vela sowohl im Heimatmarkt als auch international gestärkt.

Client Vela wurde 2001 von Boluminski gegründet und gehört anteilig zum Direktmarketing-Dienstleister GHP. GHP wiederum ist im September 2006 mehrheitlich von der Schweizerischen Post übernommen worden und heißt seither Swiss Post GHP Holding. Mit der aktuellen Akquisition übernimmt die Schweizerische Post also komplett die restlichen Anteile von Client Vela. Über weitere Modalitäten der Transaktion - wie etwa den Kaufpreis - schweigen sich beide Parteien aus.

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