Bahn frei für den Konsumentenfrust

08.11.2001 - Das österreichische Verbraucherportal diemucha.at ist nun auch in Deutschland vertreten.

Auf der Site können Konsumenten ihrem Ärger über schlechten Kundenservice freien Lauf lassen, egal ob es einen Gemüsehändler, einen Arzt oder ein Versandhaus betrifft. Hinter diemucha steckt Barbara Mucha, Chefin des gleichnamigen Wiener Verlags. "Service ist alles", sagt Mucha, "Unternehmen können nur noch über den Service Punkte machen." Die Unternehmen haben daher die Möglichkeit, mit eigenen Stellungnahmen auf Vorwürfe zu reagieren. In Österreich startete der Dienst im Sommer 2000 und umfasst heute Tausende von Einträgen, so Mucha. Die User seien verpflichtet, sich mit der vollen Postanschrift und Telefonnummer zu registrieren, nur auf diese Weise ließe sich die Seriosität der Beschwerden sichern. Der Ausweitung nach Deutschland liegt eine Kooperation mit RTL New Media zugrunde, der Sender erhält Zugriff auf den Content. diemucha finanziert sich in Österreich über Banner und Sponsoring. Nicht alle Unternehmen verbessern allerdings aufgrund der Community ihren Service. Besonders die Telekommunikationsbranche schneide schlecht ab. Am besten gehen laut Mucha mittelständische Unternehmen auf die Konsumentenbeschwerden ein.

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