Customer Care

Millennials stellen hohe Serviceansprüche

17.01.2019 - Die Generationen Millennium und Z legen mehr als jede Generation zuvor Wert auf Kunden- und Serviceorientierung. Acht von zehn (84 Prozent) Konsumenten sind bereit, ihre Lieblingsmarke zu verlassen, sobald ihnen ein anderer Anbieter Service nach ihren individuellen Vorstellungen anbietet.

von Susanne C. Steiger

Für eine aktuelle Studie hat der Anbieter von Customer-Care-Lösungensanbieter B2X mehr als 1.700 Millennials und Gen Z-ler in China, Deutschland, Indien, Indonesien, Mexiko und den USA befragt. Die aufstrebenden Käuferschichten der Millennials und Generation Z gelten als die anspruchsvollsten Kundengenerationen überhaupt, ihre Erwartungshaltung hinsichtlich Service ist größer als bei anderen Generationen.

Nicht nur, das 84 Prozent bei besserem Service eines anderen die Lieblingsmarke verlassen würden - auch 80 Prozent der Befragten gaben an, sich bereits von einer Marke nach nur einem einzigen negativen Serviceerlebnis verabschiedet zu haben.

Unmittelbarer Zugang zum Kundenservice und Servicegeschwindigkeit haben für die Generationen Millennium und Z oberste Priorität. Für jeweils knapp die Hälfte (49,9 Prozent) der Konsumenten ist die Google-Suche der allererste Schritt, sobald sie Hilfe benötigen. Außerdem würden ebenso viele die Kommunikation mit einem Bot gegenüber einer menschlichen Interaktion bevorzugen.

Für 43.7 Prozent ist eine Situation, in der der Kundendienst nicht unmittelbar erreichbar ist, der größte Negativfaktor beim Kundenerlebnis. Grundsätzlich gilt für sie: Geschwindigkeit im Customer Service ist die wichtigste Komponente des Serviceerlebnisses - noch vor Qualität und Kosten.

Andererseits bevorzugen es 81 Prozent, Softwareprobleme mit Hilfe eines virtuellen Assistenten und Augmented oder Virtual Reality zu diagnostizieren und zu lösen. Und 78 Prozent sind bereit, Hardwaredefekte mit Hilfe von Do-it-Yourself-Reparatur-Kits und Tutorials selbstständig zu beheben.


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  • Bild: Leon Eichner
    Leon Eichner
    (EHI Retail Institute)

    Wenn der Agent mitentscheidet - Warum Vertrauen zum Erfolgsfaktor im Agentic Commerce wird

    Agentic Commerce verändert, wie Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet und getroffen werden. Neben Menschen übernehmen zunehmend KI-Agenten die Produktsuche, den Vergleich von Angeboten und Teile des Kaufprozesses.Die aktuelle EHI-Studie zu Agentic Commerce zeigt, dass 86,1 Prozent der befragten Handelsunternehmen es für wahrscheinlich halten, dass KI-Agenten künftig Kaufentscheidungen ihrer Kundschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird der Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz als eine zentrale Herausforderung beschrieben.Der Vortrag zeigt, was diese Entwicklung für Online-Shops bedeutet: Welche Informationen müssen aktuell, konsistent und maschinenlesbar vorliegen? Welche Rolle spielen Transparenz, verlässliche Produkt- und Serviceinformationen, Bewertungen und weitere nachvollziehbare Vertrauenssignale?Am Beispiel des EHI-Siegels wird erläutert, wie Online-Shops Seriosität, geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale sowie Kundenorientierung sichtbar machen können. Dabei geht es nicht nur um die menschliche Wahrnehmung: In einer zunehmend agentischen Customer Journey wird entscheidend, ob relevante Informationen über einen Shop eindeutig, verlässlich und nachvollziehbar vorliegen. So entsteht die Grundlage dafür, dass ein Angebot von KI-Agenten nicht nur gefunden, sondern auch als relevant und vertrauenswürdig eingeordnet werden kann.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 21.10.26, 09:00 Uhr

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