Ethik und KI

Studie belegt: Künstliche Intelligenz basiert oft auf Ausbeutung

Im vermeintlichen artifiziellen System der KI stecken oft Millionen (!) mies bezahlte, menschliche Arbeitsstunden. (Bild: Pixabay / Public Domain)
Im vermeintlichen artifiziellen System der KI stecken oft Millionen (!) mies bezahlte, menschliche Arbeitsstunden.

23.03.2023 - iBusiness hat es in seiner Analyse der KI-Zukunft nach ChatGPT bereits berichtet: Die vermeintlich rein Algorithmus-basierten Leistungen "künstlicher" "Intelligenz" basieren sehr häufig massiv auf Niedrigstlohn-Jobs. Das reicht von strukturierender Vorarbeit bis an die Grenzen veritablen Betrugs. Eine ausführliche Studie stellt das Thema in den Mittelpunkt.

von Sebastian Halm

In einer Studie hat Dr. Milagros Miceli , Forschungsgruppenleiterin am Weizenbaum-Institut   herausgestellt, wie viel Mensch immer noch in den scheinbar erstaunlichen Leistungen Künstlicher Intelligenz steckt. Das Team um die Soziologin und Informatikerin weist nicht nur nach, dass Millionen niedrig bezahlter Angestellte für KI-Dienste Daten sichten, strukturieren und mit Labels versehen (eine Vorarbeit, ohne welche die Algorithmen die Daten schlicht nicht verstehen und verarbeiten könnten). Die Forscher haben auch ArbeiterInnen in Kenia ausfindig gemacht, die für ChatGPT gewalttätige, rassistische und anderweitig toxische Inhalte sichten müssen.

In einem anderen Fall mussten sich 35 Mitarbeiter eines KI-Dienstes in Madagaskar eine Toilette teilen. Miceli stieß sogar auf MitarbeiterInnen, die sich gegenüber NutzerInnen als KI ausgeben. Auf Netzpolitik.org   führt sie als Beispiel "Smarte Kameras" an: Die als KI-gesteuert verkauften Geräte werden de facto rund um die Uhr von unterbezahlten Menschen überwacht, weil die Technologie für einen entsprechenden KI-Dienst schlicht noch nicht existiert.

Bereits bei iBusiness haben KI-Experten festgestellt   , was auch die Studie von Milagros Micelis Team bekräftigt: Es handelt sich dabei nicht um einen Fehler im System KI, es ist integraler Teil des Systems.

Ihr Guide im New Marketing Management - ab 6,23 im Monat!

Hat Ihnen diese Beitrag weiter geholfen? Dann holen Sie sich die ONEtoONE-Premium-Mitgliedschaft. Sie unterstützen damit die Arbeit der ONEtoONE-Redaktion. Sie erhalten Zugang zu allen Premium-Leistungen von ONEtoONE, zum Archiv und sechs mal im Jahr schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe.

Mehr zum Thema:
Diskussion:
kein Bild hochgeladen

Von: Rolf Weber, 23.03.2023

Zu: Studie belegt: Künstliche Intelligenz basiert oft auf Ausbeutung

Ich habe an mehreren Normen und Industrie-Standards mitgearbeitet; dabei galt für mich "nur wenn das bekannt und angewendet wird, dann ist es für die Gesellschaft ein Mehrwert".
"Wissen zu verknüpft und zusammenzulegen" ist für die Gesellschaft der besondere Mehrwert.
Ich finde, dass dieser sich mit KI anbahnende "Austausch an Wissen" viel wichtiger ist als der "Schutz von Einzelnen (Autoren)"!
Deswegen: Die Komfortzone verlassen und mit "neu Denken" die Chancen nutzen!

Vorträge zum Thema:

  • Bild: Philipp Göller
    Philipp Göller
    (Paraboost)

    Usecase "Programmatic Print trifft KI": Wie aus Daten automatisiert druckfertige Werbemittel entstehen - in Rekordzeit

    Der Vortrag zeigt, wie Programmatic Print in Kombination mit Künstlicher Intelligenz und Machine Learning konkrete Herausforderungen in Marketing und Einkauf löst - und dabei Print zu einem skalierbaren, profitablen Performance-Kanal transformiert.

    Im Zentrum steht ein durchgängiger Praxis-Use-Case: Von strukturierten Kundendaten über die KI-basierte Segmentierung bis hin zur vollautomatisch generierten, druckfertigen Printkampagne (PDF). Nose-to-Tail.

    Anhand realer Anwendungsfälle werden vier zentrale Problemfelder adressiert:

    • Dramatische Reduktion der Produktionszeiten für Werbemittel
    • Monetarisierung von Nischenpotenzialen durch datenbasierte Zielgruppenansprache
    • Restpostenabverkauf als automatisierte, performante Bestandsbereinigung
    • Skalierung und Internationalisierung durch automatisierte Textgenerierung

    Der Vortrag verbindet Technologie, Strategie und Praxis - und liefert Inspiration für alle, die Print neu denken möchten: datengesteuert, automatisiert und messbar.

    Vortrag im Rahmen der Marketingintegration 25. am 15.07.25, 11:00 Uhr

Anzeige
www.hightext.de

HighText Verlag

Mischenrieder Weg 18
82234 Weßling

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Kooperationspartner des

Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.neuhandeln.de