04.08.2004 - Halbjahreszahlen enttäuschen selbst Pessimisten
Der Handelskonzern KarstadtQuelle verbuchte im ersten Halbjahr deutlich höherer Verluste als erwartet. Wie das Unternehmen mitteilt, sank der Umsatz zwischen Januar und Juli 2004 um sechs Prozent auf 6,87 Milliarden Euro. Der operative Verlust (EBTA) stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 300 Millionen auf 388,5 Millionen Euro. Inklusive Sonderaufwendungen betrage das Halbjahres-EBTA sogar minus 439,5 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Vorjahres-EBTA lag noch bei minus 289,3 Millionen Euro. Experten hatten sowohl bei Umsatz als auch Gewinn mit weniger dramatischen Einbrüchen gerechnet.
Angesichts der schlechten Ergebnisse kündigte Konzernchef Christoph Aschenbach an, das Unternehmen auf seine Kernkompetenzen im Handel zu fokussieren und das Auslandsgeschäft voranzutreiben. Geplant ist unter anderem der Umbau der Geschäftsmodelle Warenhaus und Universalversand. Dieser werde zwar das Ergebnis der Folgequartale zusätzlich belasten, per saldo entstehe jedoch keine signifikante Liquiditätsbelastung für den Jahresabschluss des Konzerns. Details der strategischen Neuausrichtung will der Vorstand Ende September bekannt geben.
Für das laufende Geschäftsjahr korrigierte der Vorstand seine Prognosen drastisch nach unten. Für den Gesamtumsatz rechnet KarstadtQuelle nun mit einem Verlust von 4,5 bis 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim operativen Ergebnis (EBTA) wird ein Minus von 160 bis 200 Millionen Euro erwartet.
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